A Statement by Givat Haviva on the Fighting in Gaza

To all Friends of Givat Haviva and the Jewish-Arab Center for Peace at Givat Haviva.

In these difficult days when the guns are again roaring we are drawn, whether we like it or not, into the circle of blood and suffering which threatens to continue to harm many civilians on both sides of the battle.

Along with all residents and citizens of Israel, Jews and Arabs alike, we are apprehensive regarding the fate of the residents of the south – Israelis and Palestinians – and pray and hope for a speedy end to this terrible fighting.
Here at Givat Haviva we maintain, despite it all, the regular activity of the Jewish-Arab Center for Peace (despite how strange it sounds to talk about peace at the moment…) – and the activity of Givat Haviva in general.
Even while in the background the terrible thunder of the sounds of war  in the south is spreading, we continue to implement various programs for youth; the Arabic courses in the JACP continue; the Face to Face encounters between Jewish and Arab youth continue and the facilitators of the program are preparing the upcoming sessions; the staff of Children Teaching Children continue the activity in the schools; courses for women’s empowerment and Arab communal leadership continue their activity; exhibits in the Peace Gallery are mounted; the Shared Communities flagship program is moving on as scheduled.
In addition, we are making strenuous efforts to continue our contacts with our friends in Israel and around the world, and even with our Palestinian neighbors as far as possible.
 We are all hopeful that the parties involved in this war will find the appropriate way to move on to deliberations and agreements as soon as possible, in order to stop the injury to innocent civilians and enable safe and normal lives on both sides of the southern border. We know that only an agreement arising from understanding and mutual acceptance, based on a dialogue between responsible administrations, can advance us towards stability and peace in the entire region.
Givat Haviva turns to all of its friends and partners to join this call, in order that we can reach immediately a stage where the representatives of both sides can sit together and talk, and place the entire region on the road to understanding and peace.

Yaniv Sagee
Executive Director, Givat Haviva

Hilde Domin-Leseecke in Givat Haviva eingeweiht



Givat Haviva, die nationale Bildungs und Weiterbildungsorganisation der Kibbutzbewegung Kibbutz Artzi, weihte in Anwesenheit einer Delegation aus Rheinland-Pfalz eine Leseecke in Erinnerung an die Dichterin Hilde Domin ein.

Givat Haviva, 18. Oktober. In Anwesenheit einer Delegation der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz wurde am Donnerstag die Hilde Domin-Leseecke in der Friedensbibliothek in Givat Haviva eingeweiht.  Givat Haviva ehrt damit die im Jahre 2006 verstorbene deutsch-jüdische Schriftstellerin und Lyrikerin für ihren Einsatz im deutsch-israelisch-arabischen Dialog und für Ihre langjährige Freundschaft mit Givat Haviva.

Hilde Hilde Domin kam 1995 im Rahmen des deutsch-israelisch-palästinensischen Autorentreffens, einer Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, zum ersten Mal nach Givat Haviva. Der Delegationsleiter Hans-Georg Meyer, ehemaliger Direktor der Landeszentrale, Initiator der Treffen  und persönlicher Freund Hide Domins sprach über die Dichterin. „Hilde Domin ging es immer um die Verständigung, das Wort war ihr wichtig“, sagte Meyer in seiner Ansprache. „Hier in Givat Haviva traf Sie auf eine Einrichtung, die das realisiert, was ihr immer am wichtigsten war: reden und zuhören“.

Yaniv Sagi, seit September neuer Direktor Givat Havivas, würdigte in seiner Ansprache Hilde Domin als Freundin über den Tod hinaus, die in Ihrem Testament eine größere Summe auch an die Bibilothek und das jüdisch-arabische Friedenszentrum in Givat Haviva vermachte. „Mit der Leseecke wollen wir diese Freundschaft im Gedächtnis behalten und die Besucher unserer Bibliothek in ihrem Namen einladen, kurz zu verweilen und auch in Ihren Werken zu schmökern.“ Gleichzeitig mit der Eröffnung der Leseecke übernahm die Friedensbibliothek auch einige Exemplare der ersten hebräischen Übersetzung von Hilde Domins Gedichten in ihren Bestand auf. Sagi, betonte auch die besondere Freundschaft und Förderung Givat Havivas mit und durch das Land-Rheinland Pfalz, die sich im Jahre 2013 zum 20. Male jährt. „Dieses Bekenntnis zu den Werten der Verständigung und des Dialogs ist ganz im Sinne von Hilde Domin und wir danken den Besuchern dieser Delegation als Repräsentanten des Landes hierfür von ganzem Herzen“, so Sagi.


Das Institut Givat Haviva

Givat Haviva wurde 1949 als nationales Bildungszentrum der Kibbutzbewegung Kibbutz Artzi gegründet. Es dient der Förderung von Dialog, Verständnis und gleichwertiger Zusammenarbeit innerhalb der vielschichtigen und heterogenen Gesellschaft Israels und damit dem Aufbau einer auf Teilhabe und bürgerschaftlicher Verantwortung basierenden Zivilgesellschaft. Unser Institut bildet hierbei den Katalysator, über den verschiedenste gesellschaftliche Gruppen miteinander in Kontakt treten und Kooperation und Dialog entlang gemeinsamer Interessen beginnen. Ein besonderes Augenmerk liegt in der jüdisch-arabischen Dialogarbeit, die bereits seit 1964 durch das jüdisch-arabische Zentrum für den Frieden in Givat Haviva geleistet wird. Insbesondere durch kommunenübergreifende Projektansätze, zusammen mit Trainings- und Weiterbildungsprogrammen, themenspezifischen Workshops und Konferenzen sowie der in langer Arbeit gesammelten Expertise Givat Havivas zum Thema Dialog und Konfliktpädagogik ist das Erfolgsrezept. Als eine der führenden Institutionen in der Konfliktpädagogik erhielt Givat Haviva bereits zahlreiche Auszeichnungen, so zum Beispiel den Albert Schweitzer Award for Excellence der Chapman University in Kalifornien 1999 sowie den UNESCO Preis für Friedenserziehung 2001 für seine langjährige Arbeit in jüdisch-arabischen Dialog und  Aussöhnung in Israel.

Die Sarah und Yaakov Eshel Friedensbibliothek

Die Bibliothek auf dem Campus Givat Havivas beherbergt über 60.000 Titel zu den Themen Geschichte Israels, Zionismus, jüdisch-arabisches Verhältnis, Kibbutzbewegung, arabischer und jüdischer Geschichte sowie sozialwissenschaftliche Werke mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung. Über die Grenzen Israels hinaus ist die Bibliothek vor allem für ihr großes Archiv zur Geschichte der palästinensischen Bevölkerung und der Araber in Israel bekannt. Seltene Dokumente, Fachliteratur sowie eine Sammlng mehrerer tausend arabischsprachiger Zeitungen aus dem ehemaligen Mandatsgebiet und dem frühen Staat Israel lagern hier und sind Besuchern zugänglich. Teile des arabischen Zeitungsarchivs reichen zurück bis in das 19. Jahrhundert und machen es damit einzigartig in der Welt. Mit Unterstützung der UNESCO wird dieses Material zur Zeit digitalisiert und online zugänglich gemacht, um diese unwiederbringlichen Zeitdokumente für die Zukunft zu bewahren.



Direktor Yaniv Sagi bei seiner Ansprache an die Delegation
Yaniv Sagi und Hans-Georg Meyer befestigen die Gedenkplakette für Hilde Domin an der Wand der Leseecke
v.ln.r.: Hans-Georg Meyer, Direktor der Landeszentrale a. D.; Riad Kabha, Direktor des jüdisch-arabischen Zentrums für den Frieden in Givat Haviva; Yaniv Sagi, Direktor Givat Havivas





Vorstand von Givat Haviva tagte in Mainz


Am 15. und 16. September trafen sich die Vorstandsmitglieder des
Freundeskreises Givat Haviva Deutschland zu einem Klausurwochenende in Mainz.

Zum ersten Mal war der Nachfolger von Alex Elsohn als Repräsentant von Givat Haviva in Europa, Torsten Reibold, dabei.
Viele neue Projekte wurden bei der Klausur angestoßen. So soll die Ausstellung: “Mit den Augen des Anderen” neu konzipiert werden. Es gibt mehrere Interessenten, die gerne mit einer aktualisierten Ausstellung über die Arbeit von Givat Haviva in Israel informieren würden.
Daneben stand die Planung im Zentrum der Beratung, wie das im nächsten Jahr anstehende Jubiläum “20 Jahre Unterstützung für Givat Haviva durch das Land Rheinland-Pfalz” gebührend gewürdigt werden kann, sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Givat Haviva in Israel. Da kommt viel positive Arbeit auf den Freundeskreis zu. Wir sind daher für jegliche Unterstützung durch unserer Mitglieder und Sympathisanten dankbar.

Torsten Reibold absolvierte Antrittsbesuch im Landtag von Rheinland-Pfalz


Der neue Repräsentant von Givat Haviva in Europa, Torsten Reibold, machte am 14.9. 2012 seinen Antrittsbesuch beim Landtagspräsidenten von Rheinland-Pfalz, Herrn Joachim Mertes. Anlässlich des Besuches hatte der rheinland-pfälzische Landtag die israelische Fahne aufgezogen (s. Foto).
Im Gespräch, an dem auch die Vorsitzende des Freundeskreises Givat Haviva Deutschland, Friedel Grützmacher, und der europapolitische Sprecher der Grünen, Nils Wiechmann, teilnahmen, betonte der Landtagspräsident, wie wichtig die Unterstützung der Friedensarbeit von Givat Haviva Israel für alle Fraktionen im rheinland-pfälzischen Landtag ist. Daher werde er sich auch besonders dafür einsetzen, dass im nächsten Jahr eine Delegation des Landtags nach Israel reist. Im Jahr 2013 jährt sich die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz für Givat Haviva Israel zum 2o. Mal.
In weiteren Gesprächen mit Vertretern aus der Staatskanzlei, mit der parlamentarischen Geschäftsführerin der SPD Fraktion, Frau Barbara Schleicher-Rothmund, und mit der Staatssekretärin im Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, Frau Margit Gottstein, wurde die enge Verbindung von Rheinland-Pfalz mit Givat Haviva einmal mehr deutlich. Torsten Reibold zeigte sich beeindruckt, wie groß bei allen Gesprächsteilnehmer die Bereitschaft ist, die Friedensarbeit von Givat Haviva in Israel weiterhin zu unterstützen, gerade auch in der angespannten politischen Situation im Nahen Osten.